Projekt Kiesgrube Beichfeld

Das Projekt in Kürze (Video)

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Flyer «Beichfeld im Überblick»
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Kiesabbau, Aushubdeponie, Bodenumschlagplatz und neue Zufahrtsstrasse

Viereinhalb Kubikmeter Steine und Erde werden in der Schweiz pro Person und Jahr verbaut; 50 Prozent davon für die öffentliche Hand. Um die entsprechende Nachfrage decken zu können, sind die Kies- und Betonwerke trotz des steigenden Anteils von wiederverwerteten Bauabfällen auf die Erschliessung neuer Kiesvorkommen angewiesen. Deshalb schreibt der Kanton Bern die Sicherung der Kiesreserven vor – und die Regionen und Gemeinden haben dies umzusetzen.

 

Kies aus der Region für die Region

Im Jahr 2012 wurde das Kiesabbauvorhaben Beichfeld in Walperswil im regionalen Richtplan Abbau Deponie Transporte (ADT) der Region Biel-Seeland festgesetzt. Dies entspricht auch dem Motto «Kies aus der Region für die Region» des Familienunternehmens Kies- und Betonwerk Hurni AG aus Sutz. Das Projekt Beichfeld umfasst neben dem Kiesabbau die Entsorgung von Aushubmaterial sowie die Verwertung von Bodenmaterial – eine klassische Win-Win-Situation. Der Kanton gab nach der Vorprüfung grünes Licht für die Planung Beichfeld. Die Auflage wird im Sommer 2019 stattfinden; die Abstimmung über die Überbauungsordnung an der Gemeindeversammlung Walperswil ist Ende 2019 vorgesehen.

 

Deponie von sauberem Aushubmaterial

Neben dem Kiesabbau ist im Beichfeld auch die Entsorgung von regional anfallendem, unverschmutztem Aushub geplant. Dieser kann noch bis ungefähr 2024 in der heutigen Kiesgrube Mättehölzli abgelagert werden, bis diese aufgefüllt ist. Anschliessend wird dort rekultiviert und aufgeforstet. Sowohl in der Kiesgrube als auch in der angrenzenden A-Deponie wird ausschliesslich sauberer Aushub abgelagert.

 

Bodenumschlagplatz für bessere Bodenqualität in der Region

Auf grosse Zustimmung – gerade bei den Bauern – stösst der dritte Teil des Vorhabens im Beichfeld, das Pionierprojekt eines regionalen Bodenumschlagplatzes (BUP). Dieser wird der Bodenverbesserung des Kulturlands dienen. In der Umgebung von Walperswil besteht eine grosse Nachfrage nach Bodenmaterial für die Aufwertung von degeneriertem Landwirtschaftsland. Möglich wird dieser Bodenumschlagplatz dank Synergien mit der Kiesgrube Beichfeld. Kosten für Planung, Maschinen und Personal können so geteilt werden. Überschüssiger Boden aus Bautätigkeiten wird auf dem BUP entgegengenommen und dort geprüft, klassiert, triagiert und bis zur Weiterverwertung zwischengelagert. Vom BUP wird das Bodenmaterial später unter optimalen Bedingungen im angrenzenden Landwirtschaftsland aufgebracht. Auf diese Weise kann Aushubmaterial regional zwischengelagert und wiederverwertet werden, was viele Lastwagenfahrten spart – und gleichzeitig den Landwirtschaftsboden in der Region aufwertet. Damit bleibt auch die Grundlage für die regionale Lebensmittelproduktion erhalten.

 

Bau der neuen Zufahrtsstrasse

Vor der Inbetriebnahme der Kiesgrube Beichfeld wird von der Kantonsstrasse her eine neue Zufahrtsstrasse gebaut. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Kies im Mättehölzli fertig abgebaut sein. Die Restauffüllung der Kiesgrube Mättehölzli wird zwar noch rund drei bis vier Jahre dauern, aber der entsprechende Verkehr führt ab Inbetriebnahme der Kiesgrube Beichfeld über die neue Güterstrasse.

 

Wie profitiert Walperswil als Standortgemeinde vom Kiesabbau?

Die Einwohnergemeinde Walperswil schöpft den Planungsmehrwert ab und besteuert den Ertrag aus dem Kiesabbau und der Deponie. Aus dem Betrieb der Kiesgrube (Abbau und Auffüllung) kann die Einwohnergemeinde Walperswil bei einem Betrag von 1.85 Franken pro Kubikmeter mit einer Mehrwertabschöpfung von rund 0.9 Millionen Franken rechnen. Hinzu kommen etwa 0,6 Millionen Franken aus dem Deponiebetrieb mit sauberem Aushubmaterial und Überfüllung bei einem Betrag von einem Franken pro Kubikmeter (50 % von Grundeigentümern / 50 % von Firma Hurni). Insgesamt wird mit rund 1,5 Millionen Franken Ertrag für die Einwohnergemeinde Walperswil gerechnet. Die genaue Summe hängt natürlich von den tatsächlichen Mengen ab. Abgerechnet wird jährlich. Grundeigentümerinnen im Abbaugebiet sind die Burgergemeinde Walperswil und mehrere Private. Sie werden den Ertrag aus dem Kiesabbau versteuern. Es ist auch davon auszugehen, dass die Burgergemeinde einen Teil des Ertrags in der Gemeinde reinvestiert. Dies generiert auch wieder Arbeit und Wohlstand.

 

Weitere Infos über das Projekt Kiesgrube Beichfeld in Walperswil

www.beichfeld.ch

www.walperswil.ch/kiesgrube-beichfeld

www.hurniag.ch

 Perimeter Beichfeld (Kiesabbau, Auffüllung, Bodenumschlagplatz)

 Perimeter Kiesabbau Beichfeld

.. geplante Erschliessung Beichfeld

 Kiesgrube Mättehölzli 

 bestehende Erschliessung Kiesgrube Mättehölzli

 

Gelände vor und nach dem Betrieb der Kiesgrube Beichfeld